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Versbuch

Kurze Wichs

Joachim Ringelnatz · 18831934

16 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1928

Kurze Wichs, du bist mei FreidWegen der Hygiene,Läßt den Maderln zur AugenweidTrutzbehaarte, nackte Beene.

Nur ein Mann von Schrot und KornKonnte dich erfinden.Kurze Wichs, du bist von vornWie die Fraun von hinten.

Kurze Wichs, du firmst den Bua,Und dich liebt ein jederDiar rhö holi da juaJodelt’s dir vom Leder.

Kurze Wichs! – Hei, wie das knallt,Wenn ich auf dich schlage!Alles, alles, alles pralltAb, wenn ich dich trage.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Allerdings, S. 115, 1. Auflage, Ernst Rowohlt Verlag, Berlin, 1928
Digitalisat
de.wikisource.org — „Kurze Wichs“, Fassung 3.026.824 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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