Drei wilde Gänse
Alfred Henschke · 1890–1928
19 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1927
(Volkslied)
Drei wilde Gänse, die flogen über See.Da schoß der Jäger alle drei,und was einmal ins Wasser fiel,kommt nimmer in die Höh’.
Drei junge Mädels, die führte ein Kavalier aus,und wenn erst ein Mädel mal Sekt genascht,Liebe genascht, Hiebe genascht –die kommt nicht mehr nach Haus.
Und ich pfeife auf meine Jungfernschaft,und ich pfeife auf mein Leben.Der Kerl, der sie mir genommen hat,um eins und um zwei und um drei bei der Nacht,der kann sie mir nimmer geben.
Geh, schenk mir doch ’n Fuffzger,geh, schenk mir doch ’ne Mark.Ich will mich mit Schnaps besaufen,ich will mir eine Villa kaufenoder einen Sarg …
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Die Harfenjule S. 10, 1. Auflage, Die Schmiede, Berlin, 1927
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Drei wilde Gänse“, Fassung 3.780.025 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Alfred Henschke starb 1928; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1998 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 1182379923 der Deutschen Nationalbibliothek.
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