Kommt Keiner herbei?
Joachim Ringelnatz · 1883–1934
11 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1910
Soll ich mich einsam verquälen?In verödeten SälenIrrt mein Schrei.
Riegel umspannen mich kalt.Spinnweb grübelt an Gittern.Tod und Hunger witternAus jedem Spalt.
Als ich zum Fenster hetzte,Sah ich: Ritt einer von dannen,Einer von meinen Mannen,Der letzte!!
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Gedichte, S. 11, 1. Auflage, Hans Sachs-Verlag Schmidt-Bertsch & Haist, München, Leipzig, 1910
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Kommt Keiner herbei?“, Fassung 2.533.282 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.
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