Gepflegte Wege
Joachim Ringelnatz · 1883–1934
10 Zeilen in 2 Strophen · zuerst gedruckt 1932
Was einem nicht nur in Berlin begegnet:Ein Auto fährt mich. Asphalt ist verregnet.Der Wagen schleudert; lustig anzuschauen.Die Luft wird schal. Die Fahrt verliert an Leitung.Da fällt mir ein: ich las doch in der ZeitungVon dem Projekt, den Asphalt aufzurauhen.
Bums! — Leichte Panne! Was mich neu versöhnt. —Ich habe gute Freunde. Männer, Frauen. — —Die glatte Straße spiegelt und verwöhnt. — —Es wird mal Zeit, Freundschaften aufzurauhen.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Gedichte dreier Jahre Seite 74, 1. Auflage, Ernst Rowohlt Verlag, Berlin, 1932
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Gepflegte Wege“, Fassung 3.026.891 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.
Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.