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Versbuch

Gnädige Frau, bitte trösten Sie mich

Joachim Ringelnatz · 18831934

14 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1934

Gnädige Frau, bitte trösten Sie michÜber mein inneres Grau.Das ist kein Scharwenz um ein Liebedich. –Gnädige Frau, seien Sie gnädige Frau.

Mein Herz ward arm, meine Nacht ist schwer,Und ich kann den Weg nicht mehr finden. –Was ich erbitte, bemüht Sie nicht mehrAls wenn Sie ein Sträußchen binden.

Es kann ein Streicheln von euch, ein HauchTausend drohende Klingen verbiegen.

Gnädige Frau,Euer Himmel ist blau!

Ich friere. Es ist so lange kein RauchAus meinem Schornstein gestiegen.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, Gedichte von Einstmals und Heute S. 88, Ernst Rowohlt, Berlin, 1934
Digitalisat
de.wikisource.org — „Gnädige Frau, bitte trösten Sie mich“, Fassung 2.317.324 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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