Geradewegs
Joachim Ringelnatz · 1883–1934
12 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1932
Was in uns lebt, soll immer in uns leben,Wenn's gut ist,Was immer sich auch mag begebenUnd wie auch immer uns zumut ist.
Natürlich kommt's, daß wir zuweilenEntgleisen.Dann kann kein Eigensinn das heilen.
Doch schon mit einem versuchsweisen,Reuigen LächelchenFlickst duDas eingerissene LöchelchenWieder zu.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Gedichte dreier Jahre, Seite 93, Ernst Rowohlt Verlag, Berlin, 1932
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Geradewegs“, Fassung 3.779.712 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.
Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.