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Versbuch

Freundschaft

Joachim Ringelnatz · 18831934

11 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1929

Erster Teil

Es darf eine Freundschaft formell sein,Muß aber genau sein.Eine Freundschaft kann rauh sein,Aber muß hell sein.

Denn Allzusprödes versäumt oder verdirbtViel. Weil manchmal der Partner ganz plötzlich stirbt.

Mehr möchte ich nicht darüber sagen.Denn ich sitze im SpeisewagenUnd fühle mich aus Freundschaft wohlBei „Gedämpfter Ochsenhüfte mit Wirsingkohl“.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Flugzeuggedanken, 1. Auflage, Ernst Rowohlt Verlag, Berlin, 1929
Digitalisat
de.wikisource.org — „Freundschaft (Erster Teil)“, Fassung 3.779.508 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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