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Versbuch

Der Gethmann’sche Garten zu Blankenstein

Heinrich Kämpchen · 18471912

14 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1909

Ein kleines Eden nenn’ ich diesen GartenMit seinen wundervollen Laubengängen,Die labyrinthisch-vielverschlungen drängenZur gold’nen Fernsicht seiner hohen Warten. –

Der Pflanzen seh’ ich Hunderte von Arten,In winz’gen Formen und von Riesenlängen,Auf sanften Hügeln und an schroffen Hängen,Vom Fichtenbaume bis zum Moos, dem zarten. –

Auch Steingebilde, seltsam anzuschauen,Das Dämmerlicht scheint Leben zu verleihen,Sie lugen vor aus Wurzelknorren, grauen. –Schön bist du, Blankenstein, am Ruhrastrande,Doch schöner noch, du mußt es mir verzeihen,Durch deinen Garten, einzig hierzulande. –

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Was die Ruhr mir sang, S. 22–23, Hansmann & Co., Bochum, 1909
Digitalisat
de.wikisource.org — „Der Gethmann’sche Garten zu Blankenstein (Kämpchen)“, Fassung 3.089.932 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Heinrich Kämpchen starb 1912; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1982 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 12060812X der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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