An Hertha
Heinrich Kämpchen · 1847–1912
15 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1909
Beim Frühlingsgange durch des Ruhrtals Prächten,Da haben uns’re Seelen sich gefunden,Nun bin ich dein in Tagen und in Nächten. –
Ja, dein für immer, wie auch du mein eigen,Mein Glück, mein Leben bist, du Sonnenschöne,Nur dürfen wir’s der kalten Welt nicht zeigen. –
Sie richtet lieblos und verdammt die Liebe,Nicht eingeengt durch starre Alltagsschranken,Wir aber folgen ihrem Sehnsuchtstriebe. –
Wir folgten ihm und kosten Himmelswonnen,Wie sie ein Gott nur Sterblichen bereitet,Vom Zaubernetz der Phantasie umsponnen. –
Und hat dein Herz geseufzt in bangem Harme,An meiner Brust sollst du vom Weh gesunden –O komm, Geliebte, komm in meine Arme. –
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Was die Ruhr mir sang, S. 98, k. A., Hansmann & Co., Bochum, 1909
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „An Hertha (Kämpchen)“, Fassung 1.095.844 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Heinrich Kämpchen starb 1912; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1982 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 12060812X der Deutschen Nationalbibliothek.
Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.