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Versbuch

Gebet eines Kindes

Frank Wedekind · 18641918

14 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1905

Wann endlich wird der müden WeltDie heißersehnte Ruh’ beschieden,Die über uns am HimmelszeltBeseelt der Sterne ew’gen Frieden?

Glücksel’ger Tag, wenn einst hieniedenDas wüste Toben eingestellt,Sich liebend in die Arme fällt,Was sich von Anbeginn gemieden!

Du heil’ge Nacht, aus KampfgebrausFlieh’ ich mit jammernder GebärdeZu dir, daß uns geholfen werde.

Gieß deinen milden Segen ausUnd sieh, es würde dieses HausZum schönsten Paradies der Erde!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Die vier Jahreszeiten, 1. Auflage, Albert Langen, Verlag für Litteratur und Kunst, München, 1905
Digitalisat
de.wikisource.org — „Gebet eines Kindes“, Fassung 3.778.939 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Frank Wedekind starb 1918; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1988 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118629867 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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