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Versbuch

Citronenfalter im April

Eduard Mörike · 18041875

10 Zeilen · zuerst gedruckt 1878

Grausame Frühlingssonne,Du weckst mich vor der Zeit,Dem nur in MaienwonneDie zarte Kost gedeiht!Ist nicht ein liebes Mädchen hier,Das auf der Rosenlippe mirEin Tröpfchen Honig beut,So muß ich jämmerlich vergehnUnd wird der Mai mich nimmer sehnIn meinem gelben Kleid.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gesammelte Schriften. 1 Band: Gedichte, S. 293, Göschen, Stuttgart, 1878
Digitalisat
de.wikisource.org — „Citronenfalter im April“, Fassung 1.065.591 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Eduard Mörike starb 1875; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1945 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118583107 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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Die Epoche ist die übliche literaturgeschichtliche Einordnung des AUTORS, nicht des einzelnen Gedichts. Ein spätes und ein frühes Werk desselben Verfassers stehen deshalb hier zusammen. Bei einigen Autoren ist die Einordnung geteilt; das steht dann auf der Epochenseite.