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Versbuch

Ja

Conrad Ferdinand Meyer · 18251898

17 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1882

(Nach einer alten Skizze.)

Als der Herr mit mächt’ger SchwingeDurch die neue Schöpfung fuhr,Folgten in gedrängtem RingeGeister seiner Flammenspur.

Seine schönsten Engel walltenIhm zu Häupten selig leis,Riesenhafte NachtgestaltenSchlossen unterhalb den Kreis.

„Eh’ ich euern Reigen löse,“Sprach der Allgewalt’ge nun,Schwöret, Gute, schwöret, Böse,Meinen Willen nur zu thun!“

Freudig jubelten die Lichten:„Dir zu dienen, sind wir da!“Die zerstören, die vernichten,Die Dämonen knirschten: „Ja.“

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, S. 123, 1. Auflage, Verlag von H. Haessel, Leipzig, 1882
Digitalisat
de.wikisource.org — „Ja (Meyer)“, Fassung 3.513.730 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Conrad Ferdinand Meyer starb 1898; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1968 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118581775 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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