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Versbuch

Melrose-Abbey

Theodor Fontane · 18191898

16 Zeilen · zuerst gedruckt 1905

Und willst Du des Zaubers sicher sein,So besuche Melros’ bei Mondenschein,Die goldne Sonne, des Tages Licht,Sie passen zu seinen Trümmern nicht.Wenn die Bögen und Nischen im Schatten stehn,Die Ecken und Pfeiler wie Silber sehn,Wenn das weiße, kalte, zitternde LichtUm den Mittelthurm seine Guirlanden flicht,Wenn die Strebepfeiler sich wechselnd reihn,Halb Ebenholz, halb Elfenbein,Wenn’s schneeig auf allen Gräbern liegtUnd die weißen Figuren noch weißer umschmiegt,Wenn das Rauschen des Tweed, weitab gehört,Wie Summen die nächtige Stille stört, –Ja, dann tritt ein: bei MondesscheinBesuche Melros’ und – thu’ es allein.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, Seite 445, 10. Auflage, J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger, Stuttgart und Berlin, 1905
Digitalisat
de.wikisource.org — „Melrose-Abbey“, Fassung 3.794.605 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Theodor Fontane starb 1898; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1968 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118534262 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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Die Epoche ist die übliche literaturgeschichtliche Einordnung des AUTORS, nicht des einzelnen Gedichts. Ein spätes und ein frühes Werk desselben Verfassers stehen deshalb hier zusammen. Bei einigen Autoren ist die Einordnung geteilt; das steht dann auf der Epochenseite.