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Versbuch

Es sitzt ein Vogel auf dem Leim

Wilhelm Busch · 18321908

11 Zeilen in 2 Strophen · zuerst gedruckt 1874

Er flattert sehr und kann nicht heim.Ein schwarzer Kater schleicht herzu,Die Krallen scharf, die Augen gluh.Am Baum hinauf und immer höherKommt er dem armen Vogel näher.

Der Vogel denkt: Weil das so istUnd weil mich doch der Kater frißt,So will ich keine Zeit verlieren,Will noch ein wenig quinquilierenUnd lustig pfeifen wie zuvor.Der Vogel, scheint mir, hat Humor.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Kritik des Herzens. In: Historisch-kritische Gesamtausgabe in vier Bänden. Band 2, S. 495, Vollmer, Wiesbaden u. Berlin, 1874
Digitalisat
de.wikisource.org — „Es sitzt ein Vogel auf dem Leim“, Fassung 3.778.951 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Wilhelm Busch starb 1908; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1978 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118517880 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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