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Versbuch

Ueberlaß es der Zeit

Theodor Fontane · 18191898

10 Zeilen · zuerst gedruckt 1905

Erscheint Dir etwas unerhört,Bist Du tiefsten Herzens empört,Bäume nicht auf, versuch’s nicht mit Streit,Berühr es nicht, überlaß es der Zeit.Am ersten Tage wirst Du feige Dich schelten,Am zweiten läßt Du Dein Schweigen schon gelten,Am dritten hast Du’s überwunden,Alles ist wichtig nur auf Stunden,Aerger ist Zehrer und Lebensvergifter,Zeit ist Balsam und Friedensstifter.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, Seite 32, 10. Auflage, J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger, Stuttgart und Berlin, 1905
Digitalisat
de.wikisource.org — „Ueberlaß es der Zeit (Fontane)“, Fassung 1.526.017 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Theodor Fontane starb 1898; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1968 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118534262 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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