Guter Rath
Theodor Fontane · 1819–1898
16 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1905
An einem SommermorgenDa nimm den Wanderstab,Es fallen Deine SorgenWie Nebel von Dir ab.
Des Himmels heitere BläueLacht Dir in’s Herz hinein,Und schließt, wie Gottes Treue,Mit seinem Dach Dich ein.
Rings Blüthen nur und TriebeUnd Halme von Segen schwer,Dir ist als zöge die LiebeDes Weges nebenher.
So heimisch alles klingetAls wie im Vaterhaus,Und über die Lerchen schwingetDie Seele sich hinaus.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Gedichte, Seite 5, 10. Auflage, J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger, Stuttgart und Berlin, 1905
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Guter Rath (Fontane, 1905)“, Fassung 2.561.976 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Theodor Fontane starb 1898; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1968 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118534262 der Deutschen Nationalbibliothek.
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