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Versbuch

Das Fischermädchen

Theodor Fontane · 18191898

12 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1851

Steht auf sand’gem DünenrückenEine Fischerhütt’ am Strand;Abendroth und Netze schmückenWunderlich die Giebelwand.

Drinnen schnurrt das Spinnerädchen,Blaß der Mond in’s Fenster scheint,Still am Herd das FischermädchenDenkt des letzten Sturms und – weint.

Und es klagen ihre Thränen:„Weit der Himmel, tief die See, –Doch noch weiter geht mein Sehnen,und noch tiefer ist mein Weh.“

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, S. 7–8, 1. Auflage, Carl Reimarus’ Verlag. W. Ernst., Berlin, 1851
Digitalisat
de.wikisource.org — „Das Fischermädchen (Fontane)“, Fassung 3.027.893 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Theodor Fontane starb 1898; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1968 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118534262 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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