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Versbuch

Der alte Musikant

Theodor Fontane · 18191898

14 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1905

(Aus einer Novelle.)

Jung, in den hohen SpielmannsordenTrat ein ich, weil es mir gefiel,Nun „alter Musikant“ geworden,Zieh’ ich umher mit meinem Spiel.

Um schweift mein Aug’, um geht der Teller,Ein Scherflein, zögernd, fällt hinein,Ich nehme meinen Beifalls-HellerUnd muß es noch zufrieden sein.

Ach, hingeschwundne junge Tage,Nie wieder kehrt ihr mir zurück, –Und doch an Frau Fortuna’s Schlage,So fruchtlos Bitten auch und Klage,Harr’ ich noch immer auf mein Glück.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, Seite 33, 10. Auflage, J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger, Stuttgart und Berlin, 1905
Digitalisat
de.wikisource.org — „Der alte Musikant“, Fassung 1.661.103 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Theodor Fontane starb 1898; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1968 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118534262 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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