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Versbuch

Bannockburn

Theodor Fontane · 18191898

26 Zeilen in 7 Strophen · zuerst gedruckt 1905

Robert Bruce Ansprache vor der Schlacht, 24. Juni 1314.(Nach Robert Burns.)

Schotten, schwört und tretet her.Wallace führt Euch nimmermehr,Aber ich zu Ruhm und Ehr’,Oder auch zum Tode.

Drüben Englands ganze Macht.Nutzt die Stunde. Noch vor NachtIst geschlagen unsre Schlacht.England, England wahre Dich.

Ist ein Sklav’ in unsren Reihn?Drängten Feige sich hinein?Will wer Schelm und Schurke sein?Schurke, Schelm, steh auf und flieh.

Wer für Schottlands Thron und ErbenMit dem Schwerte wagt zu werben,Frei will leben, frei will sterben,Tret’ heran und steh zu mir.

Unsre Kinder aus den KettenBritt’scher Tyrannei zu retten,Woll’n wir in den Tod uns betten; –Unsere Söhne seien frei.

Heut der Knechtschaft letzter Tag.Unsrer schott’schen Schwerter SchlagEnglands Heer vernichten mag.Laßt uns frei sein oder falln.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, Seite 139, 10. Auflage, J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger, Stuttgart und Berlin, 1905
Digitalisat
de.wikisource.org — „Bannockburn“, Fassung 1.587.485 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Theodor Fontane starb 1898; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1968 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118534262 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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