Dann
Richard Dehmel · 1863–1920
18 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1893
Doch als du dann gegangen,da hat sich mein Verlangenganz aufgethan nach dir ...Als sollt’ich dich verlieren,schüttelte ich mit irrenFingern deine verschlossne Thür.
Und durch die Nacht der Scheiben,ob du nicht würdest bleiben,bettelten meine Augen, und –Du gingst hinauf die Stufenund hast mich nicht gerufen,mich nicht zurück an deinen Mund.
Vernahm nur noch mit stierenSinnen dein Schlüsselklirrenim schwarzen Flur, und dann –Traum ... bis die Schatten kamen,wo wir im Park zusammenins bodenlose Wasser sahn.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Aber die Liebe, 1. Auflage, Dr. E. Albert & Co. Separat-Conto, München, 1893
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Dann“, Fassung 1.463.967 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Richard Dehmel starb 1920; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1990 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118679236 der Deutschen Nationalbibliothek.
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