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Versbuch

Ballade vom Volk

Richard Dehmel · 18631920

22 Zeilen in 2 Strophen · zuerst gedruckt 1913

Bahnhofsgewühl;am Sperrgitter staut sich’s.Schutzleute brüllen;und rings glotzen tausendTiergesichter,Hundegesichter,Fuchsgesichter, ein Wolfsgesicht,Schafsgesichter, Gänsegesichter,ein kollernder Truthahn,grunzende Schweine –Volk.

Der Zug fährt ein, hält.Das Gewühl wird still,einen Augenblick still.Am Fenster erscheintBismarckund grüßt;und rings jubeln tausendleuchtende, glühende,funkelnde, strahlende,erzengelhelle Menschengesichter –Volk.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Schöne wilde Welt S. 13, S. Fischer Verlag, Berlin, 1913
Digitalisat
de.wikisource.org — „Ballade vom Volk“, Fassung 1.496.159 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Richard Dehmel starb 1920; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1990 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118679236 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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