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Versbuch

Mondnacht

Rainer Maria Rilke · 18751926

9 Zeilen · zuerst gedruckt 1906

Süddeutsche Nacht, ganz breit im reifen Monde,und mild wie aller Märchen Wiederkehr.Vom Turme fallen viele Stunden schwerin ihre Tiefen nieder wie ins Meer, –und dann ein Rauschen und ein Ruf der Ronde,und eine Weile bleibt das Schweigen leer;und eine Geige dann (Gott weiß woher)erwacht und sagt ganz langsam:Eine Blonde …

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Das Buch der Bilder 1. Buch Teil 1, S. 11, Zweite sehr vermehrte Auflage, Axel Junker Verlag, Berlin / Leipzig, Stuttgart, 1906
Digitalisat
de.wikisource.org — „Mondnacht (Rilke)“, Fassung 2.353.016 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Rainer Maria Rilke starb 1926; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1996 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601024 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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