Zum Inhalt springen
Versbuch

Bürgerliches Weihnachtsidyll

Alfred Henschke · 18901928

14 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1927

Was bringt der Weihnachtsmann Emilien?Ein Strauß von Rosmarin und Lilien.Sie geht so fleißig auf den Strich.O Tochter Zions, freue dich!

Doch sieh, was wird sie bleich wie Flieder?Vom Himmel hoch, da komm ich nieder.Die Mutter wandelt wie im Traum.O Tannenbaum! O Tannenbaum!

O Kind, was hast du da gemacht?Stille Nacht, heilige Nacht.Leis hat sie ihr ins Ohr gesungen:Mama, es ist ein Reis entsprungen!Papa haut ihr die Fresse breit.O du selige Weihnachtszeit!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Die Harfenjule S. 15, 1. Auflage, Die Schmiede, Berlin, 1927
Digitalisat
de.wikisource.org — „Bürgerliches Weihnachtsidyll (Klabund)“, Fassung 3.778.567 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Alfred Henschke starb 1928; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1998 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 1182379923 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

Mehr von Alfred Henschke

Alle Gedichte von Alfred Henschke ansehen

Gedichte aus dieser Epoche: Moderne und Expressionismus

Die Epoche ist die übliche literaturgeschichtliche Einordnung des AUTORS, nicht des einzelnen Gedichts. Ein spätes und ein frühes Werk desselben Verfassers stehen deshalb hier zusammen. Bei einigen Autoren ist die Einordnung geteilt; das steht dann auf der Epochenseite.