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Versbuch

Noch Eines

Rainer Maria Rilke · 18751926

13 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1955

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Auch dem blonden Kinde kam esin sein Herz, sein waldseereines,wie das dunkle Ahnen einesgroßen Glückes oder Grames.

Und die Mutter ließ das Rädchenstocken. – »Kind, was macht dich leiden?«Stürmisch schluchzend schwieg das Mädchen:doch verstanden sich die beiden.

Kurz darauf: Am Pförtchen pochtejunger Herr. – »Wollt ihr euch?« – Pause. –Ob! – Wer da noch fragen mochte!? –So geschahs im alten Hause.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Larenopfer. In: Sämtliche Werke, Band I, S. 16., Insel-Verlag, Frankfurt am Main, 1955
Digitalisat
de.wikisource.org — „Noch Eines“, Fassung 3.781.021 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Rainer Maria Rilke starb 1926; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1996 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601024 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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