Nathan Sulzberger
Rainer Maria Rilke · 1875–1926
24 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1898
Venedig.
Mein Ruder sang:Poppé, fahr zu!Ein Volk von SklavenDrängt sich im HafenUm nüchterne Feste.Und die PalästeKönnen nicht schlafen.Poppé, fahr zu!
Eisige RuhIn MarmorgliedernMit matten LidernErschauern die Plätze.Im GassennetzeBetteln die Niedern.Poppé, fahr zu!
Sag mir, weisst duNoch von den Toten,Die hier gebotenIn köstlichen Kronen?Wo sie jetzt wohnenDie Purpurroten?– – – – –Poppé, fahr zu!
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Advent, S. 37, 1. Auflage, P. Friesenhahn, Leipzig, 1898
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Nathan Sulzberger (Rilke)“, Fassung 835.865 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Rainer Maria Rilke starb 1926; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1996 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601024 der Deutschen Nationalbibliothek.
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