Auferstehung (Rilke)
Rainer Maria Rilke · 1875–1926
16 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1907
AUFERSTEHUNG
Der Graf vernimmt die Töne,er sieht einen lichten Riß;er weckt seine dreizehn Söhneim Erb-Begräbnis.
Er grüßt seine beiden Frauenehrerbietig von weit —;und alle voll Vertrauenstehn auf zur Ewigkeit
und warten nur noch auf Erichund Ulriken Dorotheen,die sieben- und dreizehnjährig(sechzehnhundertzehn)verstorben sind in Flandern,um heute vor den andernunbeirrt herzugehn.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Neue Gedichte, S. 64, 1. Auflage, Insel-Verlag, Leipzig, 1907
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Auferstehung (Rilke)“, Fassung 3.779.407 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Rainer Maria Rilke starb 1926; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1996 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601024 der Deutschen Nationalbibliothek.
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