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Versbuch

Sundigmorge

Paul Haller · 18821920

20 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1922

’S isch müslistill uf mim Bärg.Kes Vögeli gypset am Räindli,Kes Hegöchsli lauft über d’Stäindli,Kes Humbeli brummlet im Wald.

Iez rodt si e Tränklen am Hag.’S lauft Veeh uf de Rynikermatte.Zweu Buebli singen am SchatteUnd machen es Fürli am Wäg.

Los, lütet’s nid z’Chile dehäim?Chum mag me de Chileturn gwahre.Am Bärg noh und änet der AareLyt dicke Näbel im Tal.

Iez lütet’s vo wytem und noch.De brummligst Chale wil schwinge,Und’s nütigst Glöggli wil singe,Und d’Tränkle bimbele dry.

’S verlütet im Tal und am Bärg.Iez bätten und singe si Psalme,Und uf de tauige HalmeLauft lys en Ängel dur d’Wält.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, S. 94, H. R. Sauerländer & Co., Aarau, 1922
Digitalisat
de.wikisource.org — „Sundigmorge“, Fassung 3.866.839 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Paul Haller starb 1920; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1990 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 119041952 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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