Mein Februarherz
Paul Boldt · 1885–1921
14 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1914
Als trügen Frauen in den StraußenfedernDas junge Licht wie eine weiße Fahne,Gehörten alle Häuser reichen RhedernUnd wären Schiffe, schwimmt um die Altane
Die blaue Luft! Oh, jetzt in einem KahneAuf Wassern fahren, süßen MorgennebelnEntgegensteuern, gleich dem leisen SchwaneDie Wellen teilend mit den schwarzen Hebeln!
Geh in die Leipzigerstraße! Geh ins Freie!Schön ist die Wollust! Gott ein guter Junge.Die Dirnen sommern brünstiger als Haie!
Ich habe Geld! Ich bin so schön im Schwunge.Sonette aus Sonne kitzeln mir die Zunge!In meiner Kehle sammeln sich die Schreie!
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Junge Pferde! Junge Pferde! S. 36, 1. Auflage, Kurt Wolff Verlag, Leipzig, 1914
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Mein Februarherz“, Fassung 1.103.809 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Paul Boldt starb 1921; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1991 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118661175 der Deutschen Nationalbibliothek.
Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.