Novemberabend
Paul Boldt · 1885–1921
8 Zeilen in 2 Strophen · zuerst gedruckt 1914
Es weht. Das Abendgold ist eine Fahne,Die von den Winden schon erbeutet wird.Ein etwas Herbst in der Platane,Ein gelles Chrom verweht, verwird.
In Wolken gleich verkohlten StämmenRiecht man die tote Sonne noch;Dann das Einatmen, Drängen, Dämmen —Einsamkeiten kommen hoch.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Junge Pferde! Junge Pferde! S. 22, 1. Auflage, Kurt Wolff Verlag, Leipzig, 1914
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Novemberabend“, Fassung 1.103.875 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Paul Boldt starb 1921; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1991 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118661175 der Deutschen Nationalbibliothek.
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