Ästhetik des Kriegs
Otfried Krzyzanowski · 1886–1918
10 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1919
Nur der erschaut die schönen Berge wirklich,Der keine Zeit hat, sie zu bewundern.Die Soldaten im Süden, nicht die Touristen sehnDie Dolomiten am besten.
Denn die Natur, ob sie schön oder grausam sei:Für unsre leere Zeit ist sie nicht gemacht.Und wirklich sieht den Krieg nur einer, der irgendwieKeine Zeit für ihn hat.
Der Soldat vielleicht, wenn er daheimBei seinem Weibe ruht.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Unser täglich Gift S. 20, 1. Auflage, Kurt Wolff Verlag, Leipzig, 1919
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Ästhetik des Kriegs“, Fassung 584.269 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Otfried Krzyzanowski starb 1918; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1988 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 128523778 der Deutschen Nationalbibliothek.
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