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Versbuch

Mann und Menschfrau

Paul Boldt · 18851921

14 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1914

Der Park beleckt, ein grüner Katarakt,Das weiße Haus, in dem wir nach uns greifen.Du hast Angstaugen. Um die Fenster streifenAhorne braun und indianernackt.

Sturm hat die Nacht, die Negerin, gepackt.— Du wirst doch diese Herzart nicht begreifen.Laß aus dir trinken, und ich werde reifen.Verdorrte Augen überschwemmt dein Akt.

Du kriegst ein Kind. Ich werde einsam sterbenIn braunen Muskeln und vom Tag gedörrter.Jetzt könnten deine Arme mich entfärben.

Orient und Eden machst du gegenwärtig.Wir wandeln nackt durch baumige Hirnörter.Engel — dein weißer Bauch ist dunkelbärtig.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Junge Pferde! Junge Pferde! S. 47, 1. Auflage, Kurt Wolff Verlag, Leipzig, 1914
Digitalisat
de.wikisource.org — „Mann und Menschfrau“, Fassung 1.103.804 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Paul Boldt starb 1921; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1991 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118661175 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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