Zum Inhalt springen
Versbuch

Nereiden

Marie Eugenie Delle Grazie · 18641931

21 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1892

Nereïden.

Goldschaum’ge Wogen rauschenWir singend an den Strand —O komm, hinabzulauschen,O schmieg dich in den Sand —In den silberglitzernden Sand!

Der Tiefe Märchen flüsternWir leis’ — ganz leis’ dir zu;Dein Herz wird krank und lüsternNoch schrei’n nach ihrer Ruh’ —Ihrer lichtverlorenen Ruh’ . . . .

Da oben sengt das LebenDir Leib und Seele wund —Wen uns’re Arme hebenUnd schaukeln, wird gesund —Wird von Licht und Leben gesund!

O komm, o laß dich tragenhinab, wo’s dämmernd blaut:Wie Mövenflügel schlagenDie Fluthen dir um’s Haupt —Um das arme, fiebernde Haupt . . . .

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Italische Vignetten, S. 116, Breitkopf und Härtel, Leipzig, 1892
Digitalisat
de.wikisource.org — „Nereiden“, Fassung 584.139 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Marie Eugenie Delle Grazie starb 1931; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2001 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118746278 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

Mehr von Marie Eugenie Delle Grazie

Alle Gedichte von Marie Eugenie Delle Grazie ansehen

Gedichte aus dieser Epoche: Naturalismus

Die Epoche ist die übliche literaturgeschichtliche Einordnung des AUTORS, nicht des einzelnen Gedichts. Ein spätes und ein frühes Werk desselben Verfassers stehen deshalb hier zusammen. Bei einigen Autoren ist die Einordnung geteilt; das steht dann auf der Epochenseite.