Stammbuchvers
Joachim Ringelnatz · 1883–1934
8 Zeilen in 2 Strophen · zuerst gedruckt 1928 (EA 1927)
So – an ein Stammbuch hingezerrt –Hat man Verdruß.Man fühlt sich ins Klosett gesperrt,Obwohl man gar nicht muß.
Denn mancher Gast will weitergehnUnd will nichts stehen lassenUnd seine Klexe ungesehnNur werfen, wo sie passen.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Reisebriefe eines Artisten, S. 76, 5.–9. Tausend, Ernst Rowohlt, Berlin, 1928 (EA 1927)
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Stammbuchvers“, Fassung 1.103.017 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.
Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.