Stille Winterstraße
Joachim Ringelnatz · 1883–1934
11 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1929
STILLE WINTERSTRASSE
Es heben sich vernebelt braunDie Berge aus dem klaren Weiß,Und aus dem Weiß ragt braun ein Zaun,Steht eine Stange wie ein Steiß.
Ein Rabe fliegt, so schwarz und scharf,Wie ihn kein Maler malen darf,Wenn er’s nicht etwa kann.Ich stapse einsam durch den Schnee.Vielleicht steht links im Busch ein RehUnd denkt: Dort geht ein Mann.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Flugzeuggedanken, 1. Auflage, Ernst Rowohlt Verlag, Berlin, 1929
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Stille Winterstraße“, Fassung 4.164.736 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.
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