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Versbuch

Müde in Berlin

Joachim Ringelnatz · 18831934

17 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1932

Wenn die Gedanken sich zerstreutAus dir entfernen,So, daß kein schönes Bein dich freut,Und eine trübe FeuchtigkeitHängt über dir, unter den Sternen, —Wo willst du hin um solche Zeit?

Schön ist zum Beispiel die Peltzer-Bar.Aber müde Menschen sind undankbar.

Geh heim und lege dich zur Ruh.Du findest doch die Worte nicht,Wenn jemand freundlich zu dir spricht.Denn du bist duUnd kannst dir selber nicht entfliehn.

Leg dich in deine Hände.Dann schäumt das schillernde BerlinUm deine ernsten Wände. — —Dein Schiff wird in die Ferne ziehn.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte dreier Jahre Seite 70, 1. Auflage, Ernst Rowohlt Verlag, Berlin, 1932
Digitalisat
de.wikisource.org — „Müde in Berlin“, Fassung 3.026.887 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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