Nach einer Zeit
Joachim Ringelnatz · 1883–1934
12 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1933
Der du unsrer so gedachtest,Als uns alles sonst vergaß,Soviel Glück, wie du uns brachtest,Keine Wiese hat’s an Gras.
Wenn zwei Augen im Erblinden,Wenn zwei Herzen ganz verzagtPlötzlich Licht und Hoffnung finden,Dann hat Gott etwas gesagt.
Lächelt jetzt ein Regenwürmchen,Weil die Amsel vor mir flieht?
Hohe Türme sind nur Türmchen,Wenn ein Adlerauge sieht.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- 103 Gedichte, S. 79–80, 1. Auflage, Ernst Rowohlt, Berlin, 1933
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Nach einer Zeit“, Fassung 3.778.848 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.
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