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Versbuch

Reiselied

Hugo von Hofmannsthal · 18741929

10 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1922

Wasser stürzt, uns zu verschlingen,Rollt der Fels, uns zu erschlagen,Kommen schon auf starken SchwingenVögel her, uns fortzutragen.

Aber unten liegt ein Land,Früchte spiegelnd ohne EndeIn den alterslosen Seen.

Marmorstirn und BrunnenrandSteigt aus blumigem Gelände,Und die leichten Winde wehn.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, S. 13, Insel Verlag, Leipzig, 1922
Digitalisat
de.wikisource.org — „Reiselied“, Fassung 3.026.737 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Hugo von Hofmannsthal starb 1929; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1999 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118552759 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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