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Versbuch

Unstern

Heinrich Heine · 17971856

14 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1844

VI.Unstern.

Der Stern erstralte so munter,Da fiel er vom Himmel herunter.Du fragst mich, Kind, was Liebe ist?Ein Stern in einem Haufen Mist.

Wie’n räudiger Hund, der verrecket,So liegt er mit Unrath bedecket.Es kräht der Hahn, die Sau sie grunzt,Im Kothe wälzt sich ihre Brunst.

O, fiel ich doch in den Garten,Wo die Blumen meiner harrten,Wo ich mir oft gewünschet hab’Ein reinliches Sterben, ein duftiges Grab!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Neue Gedichte. Seite 175, 1. Auflage, Hoffmann und Campe, 1844
Digitalisat
de.wikisource.org — „Unstern (Heine)“, Fassung 5.018.212 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Heinrich Heine starb 1856; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1926 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118548018 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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