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Versbuch

Verheißung

Heinrich Heine · 17971856

18 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1844

XV.Verheißung.

Nicht mehr baarfuß sollst du traben,Deutsche Freiheit, durch die Sümpfe,Endlich kommst du auf die Strümpfe,Und auch Stiefeln sollst du haben!

Auf dem Haupte sollst du tragenEine warme Pudelmütze,Daß sie dir die Ohren schützeIn den kalten Wintertagen.

Du bekommst sogar zu essen -Eine große Zukunft naht dir! -Laß dich nur vom welschen SatyrNicht verlocken zu Excessen!

Werde nur nicht dreist und dreister!Setz’ nicht den Respect bei Seiten,Vor den hohen ObrigkeitenUnd dem Herren Bürgermeister!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Neue Gedichte, Zeitgedichte. S. 256-257, 1, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1844
Digitalisat
de.wikisource.org — „Verheißung“, Fassung 1.947.079 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Heinrich Heine starb 1856; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1926 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118548018 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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