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Versbuch

Wartet nur

Heinrich Heine · 17971856

14 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1844

XXIII.Wartet nur.

Weil ich so ganz vorzüglich blitze,Glaubt Ihr, daß ich nicht donnern könnt’!Ihr irrt Euch sehr, denn ich besitzeGleichfalls für’s Donnern ein Talent.

Es wird sich grausenhaft bewähren,Wenn einst erscheint der rechte Tag;Dann sollt Ihr meine Stimme hören,Das Donnerwort, den Wetterschlag.

Gar manche Eiche wird zersplitternAn jenem Tag der wilde Sturm,Gar mancher Palast wird erzitternUnd stürzen mancher Kirchenthurm!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Neue Gedichte, Zeitgedichte. S. 273, 1, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1844
Digitalisat
de.wikisource.org — „Wartet nur“, Fassung 1.368.163 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Heinrich Heine starb 1856; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1926 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118548018 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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