Und wüßten’s die Blumen, die kleinen
Heinrich Heine · 1797–1856
15 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1827
Wie tief verwundet mein Herz,Sie würden mit mir weinen,Zu heilen meinen Schmerz.
Und wüßten’s die Nachtigallen,Wie ich so traurig und krank,Sie ließen fröhlich erschallenErquickenden Gesang.
Und wüßten sie mein Wehe,Die goldnen Sternelein,Sie kämen aus ihrer Höhe,Und sprächen Trost mir ein.
Die alle können’s nicht wissen,Nur Eine kennt meinen Schmerz;Sie hat ja selbst zerrissen,Zerrissen mir das Herz.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Buch der Lieder, Lyrisches Intermezzo, S. 128, 1, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Und wüßten’s die Blumen, die kleinen“, Fassung 3.778.757 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Heinrich Heine starb 1856; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1926 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118548018 der Deutschen Nationalbibliothek.
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