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Versbuch

Warum sind denn die Rosen so blaß

Heinrich Heine · 17971856

15 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1827

O sprich, mein Lieb, warum?Warum sind denn im grünen GrasDie blauen Veilchen so stumm?

Warum singt denn mit so kläglichem LautDie Lerche in der Luft?Warum steigt denn aus dem BalsamkrautHervor ein Leichenduft?

Warum scheint denn die Sonn’ auf die Au’So kalt und verdrießlich herab?Warum ist denn die Erde so grauUnd öde wie ein Grab?

Warum bin ich selbst so krank und so trüb’,Mein liebes Liebchen, sprich?O sprich, mein herzallerliebstes Lieb,Warum verließest du mich?

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Buch der Lieder, Lyrisches Intermezzo, S. 129, 1, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827
Digitalisat
de.wikisource.org — „Warum sind denn die Rosen so blaß“, Fassung 3.778.746 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Heinrich Heine starb 1856; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1926 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118548018 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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