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Versbuch

Lebensfahrt

Heinrich Heine · 17971856

18 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1844

X.Lebensfahrt.

Ein Lachen und Singen! Es blitzen und gaukelnDie Sonnenlichter. Die Wellen schaukelnDen lustigen Kahn. Ich saß darinMit lieben Freunden und leichtem Sinn.

Der Kahn zerbrach in eitel Trümmer,Die Freunde waren schlechte Schwimmer,Sie gingen unter, im Vaterland;Mich warf der Sturm an den Seinestrand.

Ich hab’ ein neues Schiff bestiegen,Mit neuen Genossen; es wogen und wiegenDie fremden Fluthen mich hin und her –Wie fern die Heimath! mein Herz wie schwer!

Und das ist wieder ein Singen und Lachen –Es pfeift der Wind, die Planken krachen –Am Himmel erlischt der letzte Stern –Wie schwer mein Herz! die Heimath wie fern!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Neue Gedichte. Seite 245–246, 1. Auflage, Hoffmann und Campe, 1844
Digitalisat
de.wikisource.org — „Lebensfahrt (Heine)“, Fassung 4.415.981 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Heinrich Heine starb 1856; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1926 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118548018 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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