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Versbuch

Lumpenthum

Heinrich Heine · 17971856

14 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1851

V.Lumpenthum.

Die reichen Leute, die gewinntMan nur durch platte Schmeichelei’n –Das Geld ist platt, mein liebes Kind,Und will auch platt geschmeichelt sein.

Das Weihrauchfaß, das schwinge keckVor jedem göttlich goldnen Kalb;Bet’ an im Staub, bet’ an im Dreck,Vor allem aber lob’ nicht halb.

Das Brod ist theuer dieses Jahr,Jedoch die schönsten Worte hatMan noch umsonst – Besinge garMäzena’s Hund, und friß dich satt!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Romanzero. Zweites Buch: Lamentationen. Seite 173, 1. Auflage, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1851
Digitalisat
de.wikisource.org — „Lumpenthum“, Fassung 1.867.445 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Heinrich Heine starb 1856; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1926 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118548018 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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