Lebensgruß
Heinrich Heine · 1797–1856
12 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1827
Eine große Landstraß’ ist unsre Erd’,Wir Menschen sind Passagiere;Man rennet und jaget, zu Fuß und zu Pferd,Wie Läufer oder Couriere.
Man fährt sich vorüber, man nicket, man grüßtMit dem Taschentuch’ aus der Carosse;Man hätte sich gerne geherzt und geküßt, –Doch jagen von hinnen die Rosse.
Kaum trafen wir uns auf derselben Station,Herzliebster Prinz Alexander,Da bläst schon zur Abfahrt der Postillon,Und bläst uns schon auseinander.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Buch der Lieder, Junge Leiden, Romanzen, S. 89, 1, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Lebensgruß“, Fassung 3.842.143 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Heinrich Heine starb 1856; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1926 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118548018 der Deutschen Nationalbibliothek.
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