Zum Inhalt springen
Versbuch

Liebste, sollst mir heute sagen

Heinrich Heine · 17971856

15 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1827

Bist du nicht ein Traumgebild’,Wie’s in schwülen SommertagenAus dem Hirn des Dichters quillt?

Aber nein, ein solches Mündchen,Solcher Augen Zauberlicht,Solch ein liebes, süßes Kindchen,Das erschafft der Dichter nicht.

Basilisken und Vampyre,Lindenwürm’ und Ungeheu’r,Solche schlimme Fabelthiere,Die erschafft des Dichters Feu'r.

Aber dich und deine Tücke,Und dein süßes Angesicht,Und die falschen, frommen Blicke –Das erschafft der Dichter nicht.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Buch der Lieder, Lyrisches Intermezzo, S. 124, 1, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827
Digitalisat
de.wikisource.org — „Liebste, sollst mir heute sagen“, Fassung 3.778.968 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Heinrich Heine starb 1856; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1926 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118548018 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

Mehr von Heinrich Heine

Alle Gedichte von Heinrich Heine ansehen

Gedichte aus dieser Epoche: Biedermeier und Vormärz

Die Epoche ist die übliche literaturgeschichtliche Einordnung des AUTORS, nicht des einzelnen Gedichts. Ein spätes und ein frühes Werk desselben Verfassers stehen deshalb hier zusammen. Bei einigen Autoren ist die Einordnung geteilt; das steht dann auf der Epochenseite.