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Versbuch

Klagelied eines altdevtschen Jünglings

Heinrich Heine · 17971856

19 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1844

XIX.Klageliedeines altdevtschen Jünglings.

Wohl dem, dem noch die Tugend lacht,Weh dem, der sie verlieret!Es haben mich armen JünglingDie bösen Gesellen verführet.

Sie haben mich um mein Geld gebracht,Mit Karten und mit Knöcheln;Es trösteten mich die Mädchen,Mit ihrem holden Lächeln.

Und als sie mich ganz besoffen gemachtUnd meine Kleider zerrissen,Da ward ich armer JünglingZur Thür hinausgeschmissen.

Und als ich des Morgens früh erwacht,Wie wundr’ ich mich über die Sache!Da saß ich armer JünglingZu Cassel auf der Wache. –

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Neue Gedichte. Seite 202-203, 1. Auflage, Hoffmann und Campe, 1844
Digitalisat
de.wikisource.org — „Klagelied eines altdevtschen Jünglings“, Fassung 1.174.956 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Heinrich Heine starb 1856; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1926 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118548018 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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