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Versbuch

König David

Heinrich Heine · 17971856

20 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1851

Lächelnd scheidet der Despot,Denn er weiß, nach seinem Tod’Wechselt Willkür nur die Hände,Und die Knechtschaft hat kein Ende.

Armes Volk! wie Pferd’ und FarrnBleibt es angeschirrt am Karrn,Und der Nacken wird gebrochen,Der sich nicht bequemt den Jochen.

Sterbend spricht zu SalomoKönig David: A propos,Daß ich Joab dir empfehle,Einen meiner Generäle.

Dieser tapfre GeneralIst seit Jahren mir fatal,Doch ich wagte den VerhaßtenNiemals ernstlich anzutasten.

Du, mein Sohn, bist fromm und klug,Gottesfürchtig, stark genug,Und es wird dir leicht gelingen,Jenen Joab umzubringen.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Romanzero, Hamburg, Hoffmann und Campe, 1851. Seiten 55–56., Hoffmann und Campe, Hamburg, 1851
Digitalisat
de.wikisource.org — „König David“, Fassung 3.072.366 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Heinrich Heine starb 1856; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1926 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118548018 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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