König Richard
Heinrich Heine · 1797–1856
16 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1851
Wohl durch der Wälder einödige PrachtJagt ungestüm ein Reiter;Er bläst ins Horn, er singt und lachtGar seelenvergnügt und heiter.
Sein Harnisch ist von starkem Erz,Noch stärker ist sein Gemüthe,Das ist Herr Richard Löwenherz,Der christlichen Ritterschaft Blüthe.
Willkommen in England! rufen ihm zuDie Bäume mit grünen Zungen –Wir freuen uns, o König, daß duOestreichischer Haft entsprungen.
Dem König ist wohl in der freien Luft,Er fühlt sich wie neugeboren,Er denkt an Oestreichs Festungsduft –Und giebt seinem Pferde die Sporen.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Romanzero, Hamburg, Hoffmann und Campe, 1851. Seite 57., Hoffmann und Campe, Hamburg, 1851
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „König Richard“, Fassung 2.306.769 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Heinrich Heine starb 1856; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1926 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118548018 der Deutschen Nationalbibliothek.
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