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Versbuch

Tischgebet

Gustav Schwab · 17921850

24 Zeilen in 6 Strophen · zuerst gedruckt 1828

Du hast uns aufgesetzetVon deinem guten Wein:Wenn wir uns dran geletzet,Laß, Herr, es uns gedeihn!

Du lässest es nicht fehlenAn Liedern hell und gut,So gieb uns frische Kehlen,Und frohen Liedermuth!

Und wem du zu den RebenUnd zu dem lust’gen SangEin Liebchen wolltest geben,Dem laß es noch recht lang!

In Züchten und in EhrenBewahr’ ihm ihren Kranz;Und wenn du’s kannst gewähren,So gieb sie bald ihm ganz!

Und nun, zu allen Liedern,Zu Lebens Ernst und Scherz,Gieb uns verbundnen BrüdernEin immer reines Herz!

Gieb uns ein deutsches Leben,Und kommt die lezte Noth,So wollest du uns gebenAuch einen deutschen Tod!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte. 1. Band, S. 45–46, Cotta, Stuttgart und Tübingen, 1828
Digitalisat
de.wikisource.org — „Tischgebet“, Fassung 1.372.203 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Gustav Schwab starb 1850; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1920 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118762745 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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